Über mich


                                                                                                   © Sarah Keßler 2014


Hallo!

Ich bin Mara Kochendörfer, ich bin sowohl klassische Cellistin aber auch im Pop/Jazz-Bereich aktiv. Seit 2018 widme ich mich meinem Solo-Projekt MARA the singing cellist und schreibe eigene Songs, arrangiere für Loopstation und experimentiere mit Effektpedalen für Cello. Mein erstes Album "OFF THE BEATEN TRACK" ist im März 2020 erschienen.

 

Für mich ist das freie Musizieren, das eigene kreative Schaffen und das Lernen der Improvisation wichtiger als die perfekte Interpretation klassischer Werke, denn die meisten großen Komponist:innen waren selbst die besten Improvisationskünstler:innen - eine Fähigkeit, die in der heutigen klassischen Musikwelt, in der es oft nur noch um schneller/weiter/höher geht, vollkommen vergessen wird. Mir ist es wichtig, ein Bewusstsein für die Komplexität von Musik zu schaffen, z.B. mit welchen Akkorden Musik aufgebaut ist, welche Tonarten sich zur Improvisation eignen und welche Skalen ich über welche Akkordfolgen spielen kann, um nicht nur "nach Zahlen" zu malen, sondern selbst frei in die eigene künstlerische Schaffenskraft kommen zu können. Diese Art von Improvisation und einfachsten musikalischen Bausteinen kann man bereits Kindern im Alter von 6-7 Jahren beibringen.

 

Wie bin ich dahin gekommen?

Geboren wurde ich in der Künstlerstadt Weimar und bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen. Meinen ersten Cello-Unterricht erhielt ich mit sieben Jahren bei Frau Bettina Formella an der Musikschule Gera, später bei Claudia Stillmark. Ich war Förderschülerin der Musikschule und nahm ich an verschiedenen klassischen Musik-Wettbewerben teil, erhielt Preise bei «Jugend Musiziert», war 1. Preisträgerin beim Wettbewerb «Gläserne Harfe» und Förderpreisträgerin im «Stavenhagenwettbewerb» der Stadt Greiz. Mit 16 und 17 Jahren durfte ich das erste Mal solistisch mit einem professionellen Orchester auftreten: im Theater Gera spielte ich das Vivaldi Cellokonzert a-Moll und Max Bruchs "Kol Nidrei" mit dem «Philharmonischen Orchester Gera-Altenburg».

 

Studium und Meisterkurse

Anschließend begann ich mein klassisches Violoncello-Studium an der «Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar» bei Sebastian Keen und Prof. Maria-Luise Leihenseder-Ewald, studierte im Auslandssemester am «Conservatoire National Supérior de Musique et Danse» in Lyon bei Prof. Yvan Chiffoleau und Prof. Patrick Gabard und schloss mein Studium mit Diplom ab.

 

Musikalische Inspirationen erhielt ich auf Meisterkursen bei international renommierten Cellisten wie Prof. Michael Sanderling, Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt, Prof. Francis Gouton, Prof. Erkki Lahesmaa und Prof. Aldo Mata. Zu meinen Coaches zählen Professoren und Solocellisten hochkarätiger Orchester, darunter Johann Ludwig, Benjamin Jupé, Daniel Geiss, Prof. Manuel Fischer-Dieskau, Prof. Felix Koch.

 

Orchesterspiel und Bühnenmusik

Ich hatte Anstellungen in bedeutenden deutschen Orchestern wie der «Staatskapelle Weimar», dem «Hessischen Staatsorchester Wiesbaden», dem «Philharmonischen Staatsorchester Mainz», den «Stuttgarter Philharmonikern» und dem «Philharmonischen Orchester Ulm». Gast-Aushilfen spiele ich im «Opern- und Museumsorchester Frankfurt», bei den «Nürnberger Symphonikern», in der «Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz»im «Mitteldeutschen Kammerorchester», in der «Meininger Hofkapelle», im «Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera», im «Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz», im «Philharmonischen Orchester des Stadttheaters Gießen», in der «Vogtland Philharmonie Greiz-Reichenbach», in der «Neuen Philharmonie Frankfurt», im «Capitol Symphonie Orchester» und ich bin außerdem festes Mitglied bei den «Frankfurter Sinfonikern». 

 

 Als Bühnenmusikerin war ich 2017 zusammen mit dem «Hessischen Staatsballett» bei der Produktion von Hofesh Shechters «In your rooms» an den Theatern Wiesbaden und Darmstadt zu sehen und zu hören. In den Spielzeiten 2019/20/21 bin ich Bühnenmusikerin am Theater Gießen in dem Musical "Das Orangenmädchen".

 

Kammermusik

Als Cellistin ist man es gewöhnt, dass man selten allein spielt, deshalb fühle ich mich schon immer stark zur Kammermusik hingezogen, spielte im Studium im Klaviertrio und Streichquartett und führte zur Uraufführung zeitgenössischer Werke des «Thüringischen Komponistenverbandes e.V.» bei, die für mein damaliges Kammermusikensemble (Saxophon, Schlagzeug, Cello) geschrieben wurden. Seit 2016 spiele ich im populären Streichquartett «La Finesse», das mit seinen atemberaubenden Shows deutschlandweit und in Österreich / in der Schweiz auf namenhaften Bühnen unterwegs ist.

 

 

Weiterbildung im populären Bereich

Seit jeher interessiere ich mich aber neben der Klassik ebenso stark für populäre Musik sowie Latin-, Tango- und Jazzmusik, weshalb ich 2016 an einem Meisterkurs bei dem Jazzcellisten Stephan Braun teilnahm, um mir neue Spiel- und Interpretationstechniken anzueignen. Seit 2017 studiere ich "Improvisation für Streicher" mit Schwerpunkt Jazz als Ergänzungsstudium an der Bruckner-Uni Linz bei Susanne Paul, Peter Herbert, Andreas Schreiber und Christoph Cech. Seitdem arbeite ich zusätzlich als freie Arrangeurin für unterschiedliche Besetzungen und widme mich eigenen Kompositionen. Ich bin außerdem oft gebuchte Studiomusikerin und spiele - entweder im Studio oder in meinem Homestudio - qualitativ hochwertige Cellospuren (klassisches Cello oder e-Cello) für andere Musiker:innen und Verlage ein.

 

Mein Cello

Ich spiele auf der Kopie des Stradivari-Cellos 'Davidov', gebaut 2007 von dem Geigenbauer Roland Erichson. Mein e-Cello ist das SVC-500 von Yamaha.